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Eisbaden und Yoga

Gern teile ich meine Erfahrung mit Eisbaden.

Warum machst Du Eisbaden?

Ich hab dafür keine wirkliche Erklärung. Ich gehe Blutspenden obwohl ich Spritzen hasse und doch treib ich mich dahin. Laufe Ultramarathon bei denen ich mich währenddessen jedes mal frag, warum ich das eigentlich mache. Intensive Yogapraxis ist weit außerhalb der Komfortzone und trotzdem gehört es zu meinem Leben.
Vielleicht kann man es Außenstehenden am ehesten mit Saunagängen erklären. Am Ende geht es einem besser, irgendwie!


Ist Eisbaden gesund?

Na klar merke ich, dass es meinem Körper, meinem Immunsystem guttut. Auch meine Psyche profitiert. Man ist danach mit sich aund allem sehr zufrieden. Ich setze mich den Kräften aus, mein Körper übt sich darin und man bekommt ein „dickes Fell“. Ob es schaden kann, will ich nicht ausschließen. Wenn man sich nicht schnell genug bei Minusgraden wieder auf Temperatur bringt könnte ich mir vorstellen, dass Finger und Zehen erfrieren könnten. Daher mit Vorsicht und Schritt für Schritt herantasten.


Wann hast Du mit dem Eisbaden begonnen?

Das ist schwer zu sagen, da ich schon immer gern im Wasser bin. Ich kann mich an meine Jugendzeit (ca. 14) erinnern, als ich mit einem Freund ganz cool bei 13 Grad Wassertemperatur in Bestenheid im Schwimmbad getaucht bin.

03.Oktober 2016 – “fast” Eisbaden mit dem Sohn, auf seinen Wunsch hin


Mit meinem Sohn (damals 13) war ich Okt. 2016 mal im Main, weil er es unbedingt wollte. Grundsätzlich bin ich schon immer in jeden See gesprungen, den ich sah. Auch gern mal in Österreich (Pertisau nach dem Karwendelmarsch, St. Anton…) und da war es auch oft sehr kalt.
Dieses Jahr hab ich mich in das Thema quasi verrannt. Im Sommer bin ich oft nach meinen Laufeinheiten nochmal in den Main gesprungen, was sich dann zu einem festen Ritual entwickelte, auch als die Badesaison beendet war. Es wurde kälter und kälter!
Klar kommt man dann auf das Schlagwort #Eisbaden, was ja grundsätzlich für Baden außerhalb gewöhnlicher Temperaturen zu werten ist. Ein absolutes Highlight ist dann das Baden in Eis, wie hier in Mondfeld aber auch Trennfeld.

Hat das bei Dir etwas mit Yoga zutun?

Da ich praktizierender Yogalehrer (BYV) bin, setzte ich mich mit dem Thema #eisbaden auch aus einer anderen Perspektive auseinander. Man kennt die Mythen um Yogis in den Bergen, die lange Zeit auf Eisplatten sitzen und meditieren. Wo holen die Ihre Energie her? In der regelmäßigen Yoga-Praxis setzt man auf Atemtechnik / Pranayama, welche Energie im Körper sammelt. Wer mag, kann das sehr schnell an der Feueratmung / Kapalabathi wahrnehmen. Grundlegend ist dabei das Fokussieren entscheidend. Dies hilft an Dingen effektiv zu arbeiten und diesem Fall warm zu bleiben.

Viele denken, ich kann noch nicht in so kaltes Wasser. Der Gedanke ist bereits das Problem, nach dem Prinzip „Energie folgt der Aufmerksamkeit!“ – Man verschwendet keine Energie in Zweifel, dafür ist sie zu wertvoll! Oder kurz gesagt: Machen!

Was empfiehlst Du Interessierten?

Man braucht keinen Workshop, aber man muss vorsichtig sein, mit sich und seinem Körper. Ich empfehle, es nicht allein zutun und sich heranzutasten. Vielleicht mal 2 Minuten im Wasser und zügig raus, einpacken, Tee trinken und nachspüren. Wenn man mag, kann man dann die Zeiten steigern, aber sehr bedacht. Nichts für Kamikaze-Typen, die muss dann das DLRG rausfischen! Es ist wirklich lebensgefährlich wenn man es unterschätzt!

Von Ricky Böhm-Hennes

nebenberuflicher Yogalehrer (BYV) und begeisterter Sportler (Laufen, Schwimmen, Rennrad). Ich backe, koche und esse gern. Im Berufsleben bin ich BWLer, liebe also Zahlen und kaufmännische Abläufe. Das Wissen und die Begeisterung gebe ich gern mal an Schüler und Teilnehmer weiter.

Im Sinne der Ernährung lebe ich vegetarisch und habe mich der Hobby-Aquaponik verschrieben (geschlossener Kreislauf aus Wasser, Fischen und Pflanzen).

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